DEMO Schweinehaltung: 2016 vs. 2026
Zehn Jahre, ein Sektor, viele neue Vorgaben — was hat sich in der österreichischen Schweinehaltung wirklich verändert?
Ausgangslage
2016 war Vollspaltenboden in vielen Mastställen Standard. Beschäftigungsmaterial fehlte vielerorts. Die Diskussion um das Tierwohl war noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Heute, zehn Jahre später, sieht das anders aus: Bundesweit erfüllen über 38 % der Mastplätze einen Tierwohl-Standard, der über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht.
Neue Standards
Die Novelle des Tierschutzgesetzes 2022 hat den Vollspaltenboden in der Neuhaltung verboten — bestehende Ställe müssen bis 2034 umgebaut sein. Gleichzeitig fördert das Land mit über 70 Mio. Euro pro Jahr den Umbau auf Strohhaltung, Auslauf und mehr Platz pro Tier.

Alltag 2026
Auf den Höfen ist der Wandel spürbar: Mehr Beschäftigungsmaterial, mehr Auslauf, weniger Routineeingriffe. Forschungsprojekte am Versuchsbetrieb in Wieselburg testen jeden Monat neue Verbesserungen — vom Kühlduschen-Boden bis zur App-gestützten Gesundheitsüberwachung.



