DEMO Mercosur — der Deal dahinter
Vier südamerikanische Staaten, 28 EU-Länder, 800 Mio. Konsument:innen — und 350 Mio. Tonnen zusätzlicher Agrarhandel pro Jahr.
Der Deal
Das Mercosur-Abkommen senkt Zölle auf 91 % der EU-Industriegüter, die nach Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay exportiert werden. Im Gegenzug öffnet die EU ihre Agrarmärkte: Rindfleisch, Geflügel, Zucker, Ethanol und Honig dürfen weitgehend zollfrei nach Europa.
Was ändert sich?
Für Konsument:innen bedeutet das günstigeres Importfleisch — allerdings produziert unter anderen Standards: weniger strenge Tierwohl-Vorgaben, mehr Antibiotika-Einsatz, andere Umweltauflagen. Die EU plant Spiegelklauseln, die Importe aus Mercosur an EU-Standards binden sollen — wie genau, ist noch offen.
Stimmen aus Österreich
„Wenn wir die höchsten Standards einfordern, müssen wir sie auch beim Import einfordern. Sonst ist es kein fairer Wettbewerb.“
Die heimische Rinder- und Geflügelbranche fordert deshalb verbindliche Spiegelklauseln, klare Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und verarbeiteten Produkten sowie Übergangsfristen.




